Ge-reist: mit dem Camper durch Deutschland I

-unbezahlte Werbung da Orts-und Produktnennung-

Wir haben einen Camper! Ich bin so glücklich darüber und es ist so cool damit unterwegs zu sein. Und letztes Jahr sind wir Ge-reist: mit dem Camper durch Deutschland.

unser Marco Polo

Davon will ich Dir gerne erzählen, aber zunächst mal zum Camper. Ich bin im Moment total gerne unterwegs und mag die kleinen Fluchten übers Wochenende, dass kannst Du HIER schon lesen. Dadurch kann ich einfach sehr gut abschalten und man erlebt so tolle Sachen. Nun kann man nicht immer ein Hotel/Pension buchen, das wird uns auf Dauer zu teuer. Und irgendwie mag ich es auch ein paar mehr Sachen mitzunehmen, und nicht immer nur das kleine Gepäck dabei zu haben. Daher haben wir schon mal einen Urlaub mit einem geliehenen Wohnmobil gemacht. Aber das war auch nicht das Richtige für uns – wir wohnen mitten in Hamburg und haben nur einen Tiefgaragenplatz. Da passt so ein Wohnmobil nicht rein. Wie kann man so einen Wagen für den Urlaub beladen wenn Du 3 Straßen weiter geparkt hast? Und wenn man dann unterwegs ist, war das Wohnmobil für uns doch zu groß. Gerade Innenstädte und kleine Straßen sind irgendwie zu klein und man überlegt immer 2 mal bevor man sich auf den Weg macht.

Also haben wir unser Alltagsauto gegen einen Camper getauscht. Wir haben uns für einen Marco Polo von Mercedes entschieden mit Aufstelldach und kleiner Küchenzeile. Für 3 Personen ideal. Dieser Camper von Mercedes ist im Alltag genauso fahrbar wie unser Kombi zuvor und passt super in die Tiefgarage. Außerdem haben wir jetzt eine kleine Grundausstattung immer dabei, so dass wir recht spontan am Wochenende losfahren können ohne viel vorbereiten zu müssen.
Man kann aber auch 2 Wochen Urlaub damit machen, und davon möchte ich Euch heute berichten.

Für die Route quer durch Deutschland habe ich eine Karte in Google Maps erstellt, die Du über den Link ansehen kannst. Alle Sehenswürdigkeiten und Campingplätze habe ich eingetragen und es gibt auf einer 2. Ebene auch gleich die Route. Wenn Du auf die Standorte klickst, gibt es einen Link zu den offiziellen Web-Seiten.
Gereist sind wir mit unserer 7-jährigen Tochter, also haben wir unterwegs immer wieder Zwischenstationen geplant und die Sehenswürdigkeiten richten sich hauptsächlich an Kinder dieses Alters. Unsere Tour stand unter dem Motto „Steine“- wir waren nämlich Mineralien und Fossilien sammeln, haben ein Salzbergwerk und eine Felsenburg besichtigt und auch die kleinen bunten Klemmbausteine von Lego sind zum Zug gekommen. Außerdem haben wir steinhart bei 3 Grad Außentemperatur mit Aufstelldach übernachtet- aber nun genug der Vorrede, es geht um die Details.

Von Hamburg in den Teutoburger Wald

Unser Startpunkt ist Hamburg und an unserem ersten Tag sind wir zum warm werden zunächst nur eine kleine Strecke gefahren und haben unseren ersten Kurzstopp am verrückten Haus in Bispingen unternommen. Hier steht alles Kopf und man kann super lustige Fotos in den ganz normalen Wohnräumen eines Hauses machen das komplett auf dem Kopf steht. Es ist nicht riesig, aber man kann hier gut 30-60 Minuten verbringen. Der Eintrittspreis liegt allerdings bei 14€ für die Familienkarte für 2 Erwachsene und einem Kind.

Von hier aus haben wir uns auf den Weg gemacht Richtung Paderborn. Da mit dem verrückten Haus unsere Tochter ihren Spaß hatte, kam nun mein Mann dran und das Heinz Nixdorf Museum war der nächste Stopp. Tatsächlich ist dieses Museum das größte Computermuseum der Welt und obwohl ich es nicht erwartet hatte, gab es super viele spannende Sachen für jeden zu entdecken . Also für Kinder, Erwachsene und Nerds. In der Ausstellung findest Du Computer, Roboter, Telefone, Schreibmaschinen, Spiele und vieles zur Geschichte der Nachrichtenübermittlung. Man kann sehr viel ausprobieren und alles ist optisch und pädagogisch wirklich gut aufgearbeitet. Ganz klar ein Tipp für die ganze Familie.

Nach soviel Input ging es zu unserem ersten Übernachtungsstopp, dem Campingplatz am Furlbach. Dieser Platz hat ein wunderbares, sehr idyllisch gelegenes Gelände. Wenn man keinen Camper hat, kann man hier auch süße kleine Schlaffässer mieten. Der Platz ist sehr entspannt, es gibt tolle Spielgeräte und einen kleinen Kiosk mit Brötchenservice. Ganz leise hört man im Hintergrund das Rauschen einer Hauptverkehrsstraße. Diese erste Nacht war mit 3 Grad vermutlich die kälteste Nacht in unseren Herbstferien. Aber mit Schlafsack und Bettdecke waren wir sehr gut ausgerüstet. Für extra kalte Nächte hatten wir auch noch eine Geheimwaffe eingepackt, die wir allerdings nicht benötigt haben.

Von dem Campingplatz am Furlbach sind wir am nächsten Morgen zu den Externsteinen im Teutoburger Wald aufgebrochen- nach etwa 20 Minuten Fahrt ist man auch schon da und wir haben eine kleine Wanderung zu den Steinen unternommen. Die Externsteine sind eine naturgeschaffene Felsformation von etwa 40 Meter Höhe. Natürlich haben wir alle Treppenstufen erklommen, die es zu erklimmen gibt und haben den tollen Ausblick in das Tal der Wiembecke genossen.

Wenn man durch den Wald auf diese Felsformation zu läuft ist es wirklich ein toller Anblick und auch die lange Historie dieses Naturdenkmals ist sehr spannend. Wer Lust hat kann von hier auch noch das bekannte Hermannsdenkmal besuchen, da wir aber an dem Tag noch an die Mosel fahren wollen, ging es für uns direkt weiter.

Von der Mosel in den Schwarzwald

Wir quälten uns an diesem Tag durch viel Verkehr und die Strecke ist recht lang, so dass wir erst gegen Abend in Burgen angekommen sind. Hier entscheiden wir uns diesmal spontan für einen Stellplatz und nicht für einen Campingplatz. Uns führt es zum Mühlen Hotel in Burgen das auch 3-4 Stellplätze anbietet. Es liegt zentral und bietet einen Waschraum/ Toilette – darauf sind wir mit unserem Camper angewiesen. Allerdings ist die Ausstattung recht spärlich und das Restaurant des Hotels ist auch nicht zu empfehlen. Auf der Durchreise mit Wohnmobil und eigenem Bad ist dieser Stellplatz durch die zentrale Lage ok, wir würden allerdings nicht nochmal wieder kommen. Aber am nächsten Tag sind wir dafür ganz schnell an der Burg Eltz- das nächstes Ziel auf unserer Reise.

Die Burg Eltz ist ein tolles Ausflugsziel! Die Burg ist eine Höhenburg aus dem 12.Jahrhundert und liegt in einem sehr schönem Naturgebiet. Man kann vom Parkplatz aus zur Burg wandern oder einen kleinen Bus Transfer nutzen. Da leider das Wetter nicht ganz mit gespielt hat, sind wir zunächst mit dem Bus Shuttle gefahren und auf dem Rückweg gewandert. Eigentlich ist es wahrscheinlich schöner, auf dem Hinweg zur Burg zu wandern und so durch den Wald immer mal wieder einen wunderschönen Blick auf das Ziel die Burg Eltz zu bekommen. Auf der Burg werden Führungen angeboten, die wir auch mit unserer 7 jährigen Tochter sehr gut mit machen konnten. Man erhält tolle Einblicke in die Geschichte der Burg, die verschiedenen Räume und ihre Nutzung- das ist auch für Kinder spannend und nicht zu lang.

Von der Burg Eltz machen wir uns noch am selben Tag auf nach Heidelberg. Hier übernachten wir privat bei der Familie und freuen uns über ein richtiges Bett. Unser Ausflugsziel von Heidelberg aus steht wieder voll im Zeichen der Steine- wir besuchen das Salzbergwerk Friedrichshall.

Und das ist wirklich einen Besuch wert! Ab Mitte April bis Mitte Oktober kann man an Samstagen, Sonn- und Feiertagen 180 Meter in die Tiefe einfahren und eine Besichtigung durch dieses riesige Salzbergwerk unternehmen. Man muss etwa 2 Stunden einplanen und kann in dieser Zeit auf eigene Faust einen wirklichen sensationell gestalteten Rundgang machen. Durch Lichtinstallationen wird man durch die riesigen Hallen geleitet und erlebt an verschiedenen Stellen wissenschaftliche, historische oder technische Hintergründe zum Abbau, Gewinnung und Nutzen von dem „weißen Gold“. Und natürlich gibt es auch ein 40m lange Rutsche für die Kinder. Die Atmosphäre in dem Salzbergwerk ist wirklich einmalig und als kleines Highlight darf man an einer Stelle sogar ein paar Salzsteine sammeln und mitnehmen. Und das waren nicht die letzten Steine die bei uns im Camper landeten.

Von Heidelberg aus fahren wir Richtung Schwarzwald. Die Fahrt dorthin ist toll, die Sonne lacht und die Landschaft ist wunderschön. Und das tolle am Camper – wenn es einem gefällt, hält man an, kocht sich einen Kaffee und macht Pause. Wir haben ja alles dabei. Ich liebe diese Art zu reisen und gerade für Kinder ist es toll, weil man mit offenen Augen unterwegs ist und entdecken kann. Und wenn es doch mal länger dauert, dann kann man alles zur Unterhaltung einpacken. Mal- und Bastelsachen sind bei uns immer im Gepäck. Und auch kleine Spiele, ein Ball und natürlich das Reisetagebuch bieten zusätzliche Abwechslung. Das Reisetagebuch wird übrigens während der Reise mit Bildern, Eintrittskarten und anderen Fundstücken wie getrockneten Blumen gestaltet. Das macht während der Reise Spaß und man hat hinterher ein wunderbares Erinnerungsalbum.

Wie unsere Reise durch Deutschland weiter geht, werde ich Dir im zweiten Teil berichten. Der Bericht ist ja schon jetzt ziemlich lang. Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen Inspiration geben und freue mich auf Reisetipps von Dir- Was ist Dein Tipp für einen Ausflug in Deutschland?

Sei Ge-grüßt,

Gesa

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Ach was war das schön in #dänemark – und nun sind wir leider zurück im regnerischen #hamburg . Irgendwie fand ich den Regen in Dänemark am Meer und Strand gar nicht schlimm und wir waren bei Wind und Wetter draußen. Wieder zurück zu Hause können mich gerade keine 10 Pferde nach draußen bekommen. Schon wieder #fernweh ! #freetime #holiday #beach #ocean #sehnsucht #meersucht …via Instagram https://ift.tt/2F1qPyc

ge-knipst: Steine bemalen

Wenn es in #Dänemark richtig regnet und stürmt gehen wir trotzdem an den Strand. Wieder zurück im Trockenen ist es dann wunderschön am Feuer zu sitzen und #kreativ zu werden. #steine bemalen gehört gerade zu unseren Lieblingsbeschäftigungen! #painting #meer #strandfund #malen #creative #family #freetime …via Instagram https://ift.tt/2F1ClJU

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Kennt Ihr den #Schnullerbaum in #Hamburg ? Im #Haynspark kann man mit Kind Abschied vom Schnuller feiern und es somit etwas leichter machen. Da hat sich inzwischen schon einiges angesammelt! Und man bekommt einen Überblick über verschiedene Modelle 😉. Ich finde den Anblick etwas seltsam, aber wenn es hilft….#binky #familylife #hamburg #spaziergang #schnuller …via Instagram https://ift.tt/2H1Jj5j

Ge-dacht: Mal raus dem Alltagstrott

 

Ich habe letztes Jahr oft Ge-dacht: Ich musst jetzt mal raus aus dem Alltagstrott! Ich brauche Urlaub.

Urlaub ist ja wirklich eine tolle Zeit! Ich mag es sehr Urlaubsreisen zu planen und die Vorfreude ist für mich immer ein sehr großer Teil des gesamten Erlebnisses. Obwohl wir meistens gar nicht so lange im Voraus planen sondern auch gerne recht spontan entscheiden was man machen könnte. Trotzdem sind wir natürlich an die Ferienzeiten gebunden und Urlaub ist auch wirklich nur eine zu kurze Zeit im Jahr. Aber aus dem Alltagstrott raus kommen kann man trotzdem. Und es ist so wichtig, sich mal eine Pause zu gönnen und die Gedanken anders zu bewegen

Daher möchte ich hier für die kleinen Auszeiten eine Lanze brechen.

Kleine Auszeiten vom Alltag sind gut für Dich

Fahr doch mal wieder weg. Nur so am Wochenende. Oder auch nur für einen Tag. Mit der ganzen Familie irgendwo hin wo ihr noch nicht wart. Oder alleine zu einem Ort an den Du immer schon mal wolltest. Für ein paar Stunden raus aus den Terminen und Verpflichtungen. Warum? Weil es gut tut und weil es den Blickwinkel verändert. Vielleicht auch einfach mal treiben lassen und nicht alles im Vorfeld planen. Und dann Zeit haben- Zeit zum Träumen. Tagträumen. Gedanken schweifen lassen. Einfach mal nur so sitzen. Den Blick nicht fokussieren. Mal raus aus dem Alltagstrott.

Am Anfang fand ich das manchmal auch etwas schwer- so Nichts zu tun. Dann haben mir ein paar Spiele mit meiner Tochter geholfen- suche die schönsten Steine oder baue ein Bild aus gefundenen Blättern. Oder kritzel ein Bild ohne vorher zu wissen was es wird. Und dann eine Schluck Wasser trinken. Langsam das kühle Glas in die Hand nehmen dass sich ganz glatt und fest anfühlt. Das Wasser schmecken und sich langsam erfrischt fühlen. Einfach mal nur diesen Moment wahrnehmen….klingt zu esoterisch für Dich? Probiere es doch mal aus!

 

 

 

Mein Tipp: Terminfreier Tag

Also ich habe diese kleinen Abendteuer komplett für mich entdeckt. Natürlich ist es toll auch mal seine freie Zeit zu Hause zu verbringen. Aber dann fange ich an etwas weg zu räumen, eine Waschmaschine anzustellen, nochmal schnell die Terrasse zu fegen, einzukaufen und einen Kuchen zu backen und zwischendurch mit dem Kind zu spielen und schon ist der Tag rum. Einfach so. Untergegangen. Im Alltag.

Viel nachhaltiger für mich und mein Gemüt ist es da mal weg zu fahren. An den Strand- für den ganzen Tag. Oder in den Wald- oder in eine andere Stadt, ein anderes Museum oder, oder, oder. Auf jeden Fall etwas Neues zu unternehmen. Ich finde es dabei einfach so toll seine Gedanken mal um etwas komplett Neues drehen zu lassen. Wirklich dem Alltag zu entfliehen. Und plötzlich kommen mir die Tage viel länger vor. Und vor allem das Ganze ohne den kompletten Plan – also ohne Termine die man einhalten muss. Mein Tipp ist nichts zu verabreden, keine Tickets im Vorfeld zu besorgen und keinen Zeitplan einhalten zu müssen. Wenn etwas dazwischen kommt, soll es dazu gehören und nicht stören. So seltsam es klingt, in meinem Alltag ist es irgendwie Luxus geworden die Augen zu öffnen und sich mal treiben zu lassen.

 

 

Da wir gemerkt haben wie gut uns das tut und wie viel Spaß es macht haben wir uns einen kleinen Camper zugelegt. Wir haben jetzt für kleine oder größere Ausflüge eine kleine Küchenzeile und Schlafplätze dabei. Wenn wir Lust haben packen wir ein paar Sachen ein und fahren los. Da wir in Hamburg wohnen ist natürlich ganz oft das Meer unser Ziel, aber wir haben auch schon am Wegesrand eine Feldes gestanden oder auf Museumsparkplätzen unseren Kaffee gekocht. Ich liebe diese Freiheit und werde Euch demnächst berichten, wie wir unsere ganzen Herbstferien mit dem Camper unterwegs waren um Deutschland zu entdecken.

Hast Du vielleicht ein paar Empfehlungen für uns, wo wir unsere nächste Auszeit verbringen sollten? Wie kommst Du am Besten raus aus dem Alltagstrott?

Sei Ge-grüßt,

Gesa